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SPD Holzwickede Bürgermeisterkandidat Peter Wehlack

Lkw-Verkehr im Mozartpark: Applaus für SPD-Lösung

Mozartpark: Seit Jahren kürzen Lkw, Transporter und Autos auf dem Weg in das Gewerbegebiet Natorper Straße über die Mozartstraße und über die Schubertstraße ab. Und das, obwohl sie das eigentlich gar nicht dürfen: Der gewerbliche Verkehr muss eigentlich über Nordstraße, Stehfenstraße und Natorper Straße in das Gewerbegebiet fahren.

Nur macht das kaum jemand. Viele Fahrer pfeifen einfach auf die vorhandene Beschilderung. Deshalb haben Anwohner seit ebenso vielen Jahren die Faust in der Tasche – auch, weil die Stadt und die Polizei mit den Schultern zucken. „Nicht genug Personal“, heißt es aus der Kreispolizeibehörde. „Wir haben ausreichend ausgeschildert, mehr kann man nicht tun“, ist aus der Verwaltung zu hören.

„Das kann nicht sein, dass das Problem damit erledigt ist“, sagte Thomas Bergermann, Geschäftsführer der SPD Holzwickede, am Montagabend (23.9.2019) bei einem Bürgerdialog, zu dem der SPD-Ortsverein eingeladen hatte.

Knapp 100 Bürger diskutierten in der Nordschule eine mögliche Lösung. Peter Wehlack: „Wir möchten ihnen zuhören“

Der Einladung folgten knapp 100 Interessierte und Anwohner des Mozartviertels. „Wir möchten ihnen zuhören“, sagte Peter Wehlack, Bürgermeisterkandidat der SPD, „und wir wollen das, was sie uns sagen können, nutzen, um Perspektiven zu entwickeln.“ Thomas Bergermann stand Wehlack dabei zur Seite.

Hunderte Fahrzeuge in zwei Stunden hatte Bergermann bei einer Stichprobe an der Mozartstraße selbst gemessen. „Ein Riesenproblem“, stellte der Geschäftsführer des Ortsvereins fest, „sehr viele Fahrer nutzen das auch als Abkürzung auf dem Weg zur Arbeit.“ Zudem halten nur die wenigsten die Geschwindigkeitsbegrenzung (30 km/h) ein, dem Augenschein zufolge. Ein Anwohner pflichtete Bergermann bei: „Ich wohne am Ende der Mozartstraße, als Wohngebiet kann man das nicht mehr bezeichnen. Viele Fahrer rasen zum Gewerbegebiet, zu Sonepar, und treten dann auf die Bremse.“

„Wir haben eine Lösung vorbereitet“, sagte Bergermann, „aber die ist nicht in Stein gemeißelt. Wir hoffen heute auf ihre Anregungen.“ Die ließen nicht lange auf sich warten – viele Anwohner von Mozartstraße, Kantstraße, Schubertstraße, Friedrichstraße, Natorper Straße und Beethovenweg hatten sich bereits Gedanken gemacht:

Lkw und gewerblicher Verkehr an Mozartstraße und Schubertstraße – die Ideen der Anwohner

  • Höhenbegrenzungen, um nur niedrige Fahrzeuge durchzulassen
  • Mehr Kontrollen durch die Polizei – der gewerbliche Verkehr darf nämlich gar nicht durch Mozartstraße und Schubertstraße abkürzen
  • Geschwindigkeitskontrollen, vor allem für Lkw
  • Auch die „Flughafenparker“ in einer möglichen Lösung bedenken – durch diese wird ohnehin knapper Parkraum noch knapper
  • Navigationsgeräte für Pkw und Lkw aktualisieren und die Wohn-Straßen darin für Lkw sperren
  • Lkw-Verkehr aus den Wohngebieten raushalten

Manche Anwohner berichteten gar, dass sie in der Nacht bereits aus den Betten geklingelt worden seien, weil sich ein Lkw-Fahrer „festgefahren“ hatte – und die Anwohner darum bat, ihre Autos aus dem Weg zu fahren.

„Da muss sich etwas ändern“, hielt SPD-Bürgermeisterkandidat Peter Wehlack fest. Nicht nur, weil die Lebensqualität durch den gewerblichen Verkehr sinkt, sondern auch, um die Gefahrensituation für spielende Kinder zu entschärfen.

Peter Wehlack: „Da muss sich etwas ändern“ – wie die SPD den Verkehr im Mozartpark entschärfen will

Mit diesem Maßnahmenpaket wollen wir den Lkw- und Gewerbe-Verkehr aus dem Mozartpark heraushalten:

  1. Schubertstraße im nördlichen Abschnitt schließen, an der Anbindung zur Natorper Straße, und zur Sackgasse machen. Gleichzeitig die Einbahnstraßenregelung für die gesamte Schubertstraße aufheben. Dadurch wird eine Durchfahrt zur Natorper Straße und somit zum Gewerbegebiet unterbunden.
  2. Mozartstraße an der Einmündung Nordstraße mit einem Schild „Verbot der Einfahrt“ sperren. Das zwingt vor allem den gewerblichen Verkehr in die Stehfenstraße, wie es ursprünglich auch gedacht war. Lkw, Transporter und Co. können die Kreuzung Nord-, Haupt-, Stehfenstraße und Rausinger Straße nicht mehr umfahren. Der ansässige Verkehr und auch der Verkehr von der Tankstelle können weiterhin in beide Richtungen fließen.
  3. Die Einmündungen der Mozartstraße und der Friedrichstraße jeweils auf die Nordstraße mit „STOP“-Schildern schließen. Das erhöht die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger – gerade auf dem Schulweg.
  4. Die ersten drei Maßnahmen werden zu mehr Verkehr auf der Stehfenstraße in Richtung Oelpfad führen. Um hier Staus zu vermeiden, kann die Kreuzung Stehfenstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Natorper Straße und Oelpfad zu einer abknickenden Vorfahrstraße werden, und zwar von der Stehfenstraße auf den Oelpfad. Wenn wir gleichzeitig die Natorper Straße und die Friedrich-Ebert-Straße mit „STOP“-Schildern versehen, kann hier der Verkehr gut fließen. Diese vierte Maßnahme ist eine Option, aber kein Muss.

Die Maßnahmen beschränken sich auf einen bestimmten Bereich und lassen andere Straßen außen vor. Das liegt daran: „Die Gemeinde Holzwickede hat nur in bestimmten Straßen Planungshoheit“, erklärte Thomas Bergermann, „auf anderen Straßen haben wir nichts zu sagen, weil das Kreis- oder Bundesstraßen sind.“

Reaktion der Anwohner: „Gute Lösung“

Die Vorschläge wurden zunächst entschlossen diskutiert, viele Anwohner steuerten eigene Ideen und Beschreibungen bei. Gegen Ende der Bürgerversammlung wurde ein Einvernehmen deutlich: „Die Sackgasse ist eine gute Lösung“, sagte einer der Anwohner, „denn Durchfahrt-Verboten-Schilder für Lkw bringen nichts. Wir können den Verkehr nicht ganz wegnehmen, also ist es gut, ihn zu verlegen.“

Gleichzeitig schränkte der Anwohner ein: „Alles hat seine Nachteile und jeder Bürger redet für sein Haus. Aber ich bin mit der hier vorgeschlagenen Lösung zufrieden.“ Detailfragen entbrannten im Anschluss zum Beispiel um Parkplätze – wird beispielsweise die Einbahnstraßen-Regelung in der Schubertstraße aufgehoben, könnte es zu Parkplatzengpässen kommen. „Wir freuen uns, dass auch der Norden von Holzwickede mal im Blickfeld ist“, hielt ein anderer Anwohner fest.  

SPD: „Der Lkw-Verkehr muss aus dem Wohngebiet verschwinden“

„Wir nehmen alle ihre Vorschläge mit und diskutieren sie in der Fraktion“, sagte Peter Wehlack, „im Ausschuss und mit dem Kreis Unna.“ Thomas Bergermann ergänzte: „Der Lkw-Verkehr muss aus dem Wohngebiet verschwinden. Wir sollten hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und auch den Durchgangsverkehr mit den neuen Ideen einschränken.“

Fotos vom Bürgerdialog

SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0735
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0921
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0868
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0814
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0845
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0771
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0766
SPD Holzwickede Bürgerdialog Mozartviertel 23 9 2019   Web 0751
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