SPD Holzwickede - Thomas Bergermann - Rausinger Str. 9 - 59439 Holzwickede
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Jedem Kind seine Chance!

Wir beantragen, dass die Verwaltung als Schulträger für Holzwickede folgendes prüft und ggf. umsetzt:

Gibt es Schülerinnen und Schüler, die in den vergangenen Wochen auf Grund von nicht vorhandenen digitalen Endgeräten oder schwierigem Wohn-/Lebensumfeld keine Chance hatten am Lernen auf Distanz teilzuhaben. 

Welche Möglichkeiten bestehen für die Gemeinde Holzwickede diesen Kindern leihweise aus dem vorhandenen Bestand digitale Endgeräte (Tablets) zur Verfügung zu stellen bzw. Endgeräte, die laut MEP angeschafft werden sollen, kurzfristig anzuschaffen und dann zunächst diesen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen bevor sie in den Schulen eingesetzt werden.

Welche öffentlichen und/oder schulischen Räume könnten so hergerichtet werden, dass diese über ein leistungsstarkes WLAN und Möglichkeiten des Druckens verfügen, um dann von Schülerinnen und Schüler unter Beachtung von geltenden Hygienestandards zum Arbeiten genutzt werden zu können.

Welche digitale Lernplattform wird von Schulen erfolgreich für das digitale Lernen eingesetzt und kann vom Schulträger für alle Schulen in Holzwickede angeschafft und eingesetzt werden? Referenzen können in den Nachbarkommunen (z. B. Unna oder Kamen) nachgefragt werden. Diese Lernplattform sollte neben dem zur Verfügung stellen von Arbeitsaufträgen und Arbeitsmaterialien den direkten Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern über Chats, Audio- und Videotelefonie verfügen. 

Begründung:
Die Politik hat auf die Corona-Pandemie reagiert und im März 2020 alle Schulen in NRW geschlossen. Dies hat natürlich zu massiven und andauernden Unterbrechungen des Schulbetriebs geführt. Eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes in einem den Lehrplänen angepassten Umfang ist weder kurzfristig noch auf längere Sicht absehbar. Das gilt für unsere Grundschulen und ebenso wie für die Josef-Reding Schule und das Clara-Schumann-Gymnasium. In Holzwickede sind damit in Holzwickede etwa 1.600 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und aller Jahrgänge betroffen. 

Die vergangenen Wochen der Schulschließungen in Holzwickede haben gezeigt, dass unsere Schulen sich auf die Situation eingestellt haben. Alle Schulen haben individuelle, aber auch unterschiedliche Ansätze der Kommunikation und des Lernens auf Distanz für die Holzwickeder Schülerinnen und Schüler entwickelt. Eltern deren Kinder verschiedene Holzwickeder Schulen besuchen sind zwischenzeitlich Fachleute beispielsweise bei Ilias oder Skype (Lernplattform CSG) und Anton oder SchoolFox (Lernplattformen Dudenrothschule) um nur einige zu nennen. Das „Homeschooling“ ist für viele Eltern bereits eine besondere Herausforderung, wir halten es daher für sinnvoll, wenn in kommunalem Einvernehmen von allen Schulen eine einheitliche Basisplattform durch den Schulträger zur Verfügung gestellt wird und von dem Schulen genutzt werden kann. „Best practise“ Beispiele auch größerer Kommunen sind ausreichend vorhanden. 

Leider zeigt sich aber auch, dass, wenn auch aus den unterschiedlichsten Gründen, Schülerinnen und Schüler unterschiedlich gut an diesem Lernen teilhaben können. Als kommunaler Schulträger ist es sicher kaum möglich auf Bildungskompetenzen Einfluss zu nehmen, aber insbesondere die Lebenssituation, das Wohnumfeld sowie die Verfügbarkeit von digitalen Endgeräten sind Aspekte bei denen wir als Schulträger Schülerinnen und Schüler kurzfristig und vor allem unkompliziert unterstützen können. Auch wenn es nicht zu den ursächlichen Aufgaben einer Kommune als Schulträger gehört, Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten oder Lernräume für das Arbeiten von Kindern vorzuhalten, halten wir es im Sinne einer Bildungs- und Chancengerechtigkeit für unverantwortlich, dass Schülerinnen und Schüler nicht am Lernen auf Distanz teilhaben können. Als Konsequenz könnte die Schere zwischen Kindern absehbar größer werden und es entstehen möglicherweise bei Kindern massive Lücken in der Bildung und Ausbildung. 

Es ist absehbar, dass Schule erst einmal nur in abgespeckter Version und nur für einen Teil der Schülerinnen und Schüler oder einen Teil der Zeit stattfindet. Ohne auf groß angelegte Konzepte des Landes oder Bundes zu warten halten wir es für zwingend notwendig kommunale Lösungen zu suchen. Diese müssen frühzeitig ausgearbeitet werden, um spätestens im kommenden Schuljahr zur Verfügung zu stehen. Alle dargestellten Möglichkeiten sind unsere Ansicht nach kurzfristig zu realisieren und darüber hinaus ebenso nachhaltig. Eine gemeinsame Lernplattform für Holzwickede ebenso wie die Schaffung von Lernräumen und die Anschaffung bzw. Ausleihe von digitalen Endgeräten stellt die Zukunftsfähigkeit unserer Holzwickeder Schulen her. 

Bieten wir jedem Kind seine Chance! 

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