SPD Holzwickede - Düsseldorfer Weg 40 - 59439 Holzwickede - frederik.bald@yahoo.de

Ergebnis der Klausurberatung der SPD Ratsfraktion für den Haushalt 2019

Folgende Punkte wurden während der Klausurberatung eingehend beraten: 

  1. Haushaltslage
  2. Finanzielle Entwicklung der Gemeinde
  3. Freiwillige Leistungen
  4. Integriertes Stadtentwicklungskonzept,
    4.1.Bau des Rats- und Bürgerhauses
    4.2.Entsiegelung einer Fläche auf dem Platz von Louviers
  5. Durchstich Bahnhof/Stehfenstr.
  6. Wohnpark Emscherquelle
  7. Gute Schule 2020, KoSchIp
  8. Lerninfrastruktur, Medienentwicklungsplan
  9. Gemeindebibliothek
  10. Kinder- und Jugendfreundliche Kommune
    10.1. Kommunale Präventsionsketten
  11. Neubau einer Kita in der Gemeindemitte
  12. Instandhaltung der Gemeindestraßen
  13. Geh- und Radweg an der Rausinger Str.
  14. Parkplatz an der Sportanlage in Opherdicke
  15. Austausch maroder Bänke in Opherdicke
  16. Bau eines Sport Forums in der Gemeindemitte
    16.1. Alte Sporthalle am Schulzentrum
  17. Erweiterung Feuerwehrgerätehaus Mitte
  18. Umgang mit dem Ehrenamt
  19. Bolzplätze
  20. Änderung des Flächennutzungsplanes Neue Caroline
  21. Stellenplan
  22. Fazit

1. Haushaltslage

Der vorgelegte Haushaltsentwurf schließt im Ergebnisplan im Bereich der Erträge mit 48.279.647,– € und auf der Seite der Aufwendungen mit 48.238.547,– € ab. Somit ergab sich bei Einbringung dieses Entwurfs ein Ergebnisbetrag in Höhe rund 41.000,– €.
Dieses sind die Fakten bei der Einbringung des Entwurfes, die sich noch positiv verändern haben, da z.B. Umlagegrundlagen sich positiv entwickelt haben, so  können wir mit einem Ergebnisbetrag in Höhe von 500.000,– € rechnen.

2. Finanzielle Entwicklung der Gemeinde

Die finanzielle Entwicklung der Gemeinde kann weiterhin als durchaus positiv betrachtet werden.  Wir sind nach wie vor die einzige Kommune in der kommunalen Familie, die zum wiederholten Male einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorlegen kann.
Die oberste Maßgabe war immer für uns die Handlungsfähigkeit unserer Kommune sicher zu stellen, dies ist gelungen, damit dies so bleibt, müssen wir mit Augenmaß unsere Politik gestalten, ohne notwendige Entwicklungspotentiale aus den Augen zu verlieren. Daher freuen wir uns, dass nun wieder wegweisende Projekte in unserer Gemeinde umgesetzt werden können.

3. Freiwillige Leistungen

Die SPD Fraktion spricht sich auch in diesem Jahr für den vollen Erhalt  der freiwilligen Leistungen aus. Diese Leistungen sind für uns unantastbar.

Mit den freiwilligen Leistungen werden u.a. die Partnerschaften, Jugendarbeit, Kultur-, Sport und Heimatvereine, Senioren- und Kindertageseinrichtungen unterstützt.
Überall dort wird ein ausgewogenes soziales Miteinander gefördert, das Holzwickede liebens- und lebenswert macht.

Das Ehrenamt ist aus unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken und verdient höchste Wertschätzung, in allen Bereichen unseres gemeindlichen Lebens engagieren sich Menschen in ihrer Freizeit und tragen so in einem erheblichen Maße dazu bei, dass unsere Gemeinde liebens- und lebenswert ist. Die richtige Form der Wertschätzung scheint in den politischen Gremien noch nicht gefunden zu sein. Hieran müssen wir gemeinsam weiter arbeiten.

4. Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Politik seit geraumer Zeit. Einige Projekte konnten nun schon umgesetzt werden.
Eine Marketingkampagne hat Ihre Arbeit mit der Erstellung des Logos „Emscherquellgemeinde“ abgeschlossen, die Mulitsportanlage erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit bei den unterschiedlichen Altersgruppen, der Mehrgenerationenspielplatz ist auch im Sommer diesen Jahres eröffnet worden, hier gibt es noch einige Verbesserungsvorschläge, gerade  von der älteren Bevölkerung, die sicherlich auch umsetzbar sind.

4.1 Rats- und Bürgerhaus

Für uns ist dieses Vorhaben auch das Herzstück des ISEK, schon lange wissen wir um die erschwerten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Verwaltung, als aber auch der fehlenden Bürgerfreundlichkeit aufgrund der räumlichen Situation und der fehlenden Barrierefreiheit.
Nun sind wird in Bezug auf das Rathaus einen entscheidenden Schritt weiter. Zu Beginn des Jahres 2019 wird die Verwaltung zum großen Teil in ein Bürogebäude im EcoPort umziehen, danach können die Gebäude der Wasserversorgung und die Poststr. 2 und 4 abgerissen werden.
Der Kostenrahmen für dieses wegweisende Projekt liegt bei max. 19,5 Mio. €. Im Vorfeld sind noch einige Einsparpotentiale umgesetzt worden.
Der jetzt gültige Entwurf gibt aber nun keine weiteren Einsparmöglichkeiten her.

Wir freuen uns über eine 60prozentige Förderung des Landes NRW, so dass wir mit einem Eigenanteil von 8 Mio. € rechnen.

Diese Förderung und die nach wie vor gute Zinslage sind Garanten dafür, dass wir dieses wegweisende Projekt jetzt umsetzen, es ist sozusagen eine einmalige Chance und wird die Gemeindemitte zudem enorm aufwerten.

4.2 Entsiegelung einer Fläche auf dem Platz von Louviers

Im Zuge des Kita-Neubaus im südlichen Ende des Emscherparks hat die SPD-Fraktion beantragt die ehemals vorgesehene Fläche auf dem Platz von Louviers zu entsiegeln, um diese naturnah zu gestalten.
Ebenso soll die weniger ansehnliche Asphaltfläche in unmittelbarer Nähe der neuen Kita-Einrichtung überplant werden, um das gesamte Erscheinungsbild deutlich zu verbessern.
Ferner ist anzustreben, diese Maßnahme mit in das ISEK Programm aufzunehmen, eine Maßnahme zur Verschönerung des Platzes von Louviers ist schon Bestandteil des Programms, somit können unsere Vorschläge darunter subsumiert werden.

Wir wollen für diese Maßnahme 50.000,– € in den Haushalt einstellen.

5. Durchstich Bahnhof/Stehfenstr.

Der o.g. Durchstich und die weitere Verschönerung der Unterführung in der Nordstr. sind schon lange in der politischen Diskussion, im ISEK ist diese Maßnahme für die Jahre 2020 – 2024 vorgesehen.
Um diese Maßnahme durchzuführen müssen die entsprechenden Gleise der DB entbehrlich sein.
Mittlerweile gibt es von Seiten der DB die verlässliche Aussage, dass zwei Gleise entbehrlich sind.
Wir bitten hier die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung „am Ball zu bleiben“ , um mit dieser Maßnahme im Idealfall früher beginnen zu können.
Wir könnten dann einen weiteren Park und Ride Parkplatz anlegen und somit auch die Verbindungsachse im Bereich des Bahnhofes von Süd nach Nord realisieren.

6. Wohnpark Emscherquelle

Mittlerweile ist das  8,8 ha. große Areal von dem Investor Wilma käuflich erworben worden, mit dem Ziel ein weiteres attraktives Wohngebiet zu errichten.
Einzel- und Doppelhäuser finden hier ebenso Platz, wie bezahlbarer Wohnraum in Mehrfamilienhäusern und die mögliche Errichtung einer Kita.

Dieses Projekt ist  nun mittlerweile der Öffentlichkeit vorgestellt worden, wir sind sehr zufrieden, dass wir an diesem Punkt angelangt sind.
Unsere Fraktion wird dieses Projekt weiterhin positiv begleiten, weil wir die Chancen, die es bietet, für sehr nachhaltig beurteilen und in Bezug auf unsere Einwohnerentwicklung genau die richtige Maßnahme ist.
Es muss nun auch gelingen, möglichst viele Berufseinpendler zu überzeugen, damit sie unsere Gemeinde auch als attraktiven Wohnort wahrnehmen können.

Zum Thema „Verkehrssituation“ gibt es mittlerweile drei Verkehrsgutachten, die alle zum selben Ergebnis kommen. Insbesondere die Sölder Str. ist in der Lage die zusätzlichen Verkehre aufzunehmen.
Die subjektive Wahrnehmung der Anlieger der Sölder Str. weicht von dieser Expertenmeinung ab.
Verbesserungen im Verlauf der Sölder Str. sind auf jeden Fall vorzunehmen.
Wir möchten natürlich, dass das neue Wohngebiet auch auf die Akzeptanz der „Nachbarn“ trifft, daher wird das Thema „Verkehr“ uns noch weiter beschäftigen, wir sind aber sicher, dass wir in dieser Thematik auf einen Nenner kommen.

7. Gute Schule 2020, KoSchIp

Das Kommunale Schulinvestionsprogramm umfasst zunächst den Ausbau der vier  OGS-Einrichtungen in unserer Gemeinde.
Die Umgestaltung der OGS der Nordschule ist bereits abgeschlossen, hier konnte die ehemalige Hausmeisterwohnung entsprechend umgebaut werden.

Der Neubau der OGS an der Paul-Gerhardt-Schule ist im Bau und soll im März 2019 den Kindern übergeben werden.
Die Dudenroth- und Aloysiusschule werden danach folgen. Nach Abschluss aller Maßnahmen verfügt die Gemeinde über ein adäquates Raumangebot für alle OGS-Einrichtungen, welches auf Grund der stetig gestiegenen Schülerzahlen auch dringend erforderlich ist.

Wir gehen davon aus, dass uns die Pläne für die beiden verbleibenden Schulen im Laufe des Jahres 2019 vorgestellt werden.

8. Lerninfrastruktur, Medienentwicklungsplan

Der digitale Ausbau unserer Schulen wird sicherlich ein weiterer Schwerpunkt unserer Investitionen in unserer Schullandschaft sein.
Ziel muss es sein, unseren Schülerinnen und Schülern in allen unseren Schulen ein höchstmögliches Maß an digitaler Technik zu ermöglichen.

Hierzu ist die Erstellung eines Medienentwicklungsplanes notwendig. Zurzeit verfügen unsere Schulen über rund 261 digitale Endgeräte, dies ist gerade mal 16% der Schülerschaft und somit eindeutig zu wenig.
Im Haushalt 2019 wurden für die weitere Entwicklung 123.000,– € eingestellt, wir beantragen, diesen Ansatz zu verdoppeln und eine Summe in Höhe von 250.000,– € einzustellen.

Neben einem Medienentwicklungsplan ist natürlich auch eine leistungsfähige Internetverbindung notwendig. In einem Schnellbrief des Städte- und Gemeindebundes wird mitgeteilt, dass das zuständige Ministerium nun die angekündigten Richtlinien zur Gewährung von Zuwendungen für die Glasfaseranbindung  der öffentlichen Schulen veröffentlicht hat.
Auf Grundlage der Förderrichtlinien wird das Land Finanzmittel zur Verwendung im Rahmen der Anbindung der öffentlichen Schulen an eine dauerhafte Breitbandversorgung von mindestens einem Gigabit pro Sekunde durch die kommunalen Schulträger bereitstellen.

Die Höhe der Förderung liegt bei 80% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.

Die Verwaltung wird aufgefordert, hier entsprechende Förderanträge zu stellen.

9. Gemeindebibliothek

Wir haben sehr positiv zur Kenntnis genommen, dass unsere Gemeindebibliothek einen Aufwind erfährt, dies liegt natürlich am Personal der Bibliothek, der neuen Onleihe, neuen Medien und durchgeführten Veranstaltungen.

Besonders hervorzuheben ist aber auch das Engagement des neu gegründeten Fördervereins „HowiBib-Freunde“. So liegt die Verantwortung nicht nur bei den beiden hauptamtlichen Kräften, sondern wird z.T. auch durch Ehrenamtliche getragen.
Der Förderverein bringt auch neue Ideen in die Arbeit mit ein, wir konnten uns in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden davon überzeugen. Er hat auch darum gebeten mehr finanzielle  Mittel als im Haushaltsplan vorgesehen in den Haushalt 2019 einzustellen.

Es sollen noch zusätzliche Medien angeschafft werden, ebenso Bücherwagen und Regalerweiterungen. Ebenso soll das Angebot der Veranstaltungen erweitert werden.

Wir unterstützen diese Arbeit gerne und beantragen, zusätzliche Haushaltmittel für die Bibliothek in Höhe von 8.000,– € in den Haushalt einzustellen.

10. Kinder- und jugendfreundliche Kommune

Auf Antrag unserer Fraktion hat der entsprechende Fachausschuss dem Projekt „Kinderfreundliche Kommune“  zugestimmt. Dieses Projekt ist auf zunächst drei angelegt und wird begleitet von Unicef. Ziel ist, nach einer Bestandsaufnahme, gemeinsam Projekte zu initiieren, um Angebote und Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche grundsätzlich verbessern.
Für die Begleitung durch Unicef müssen für die nächsten drei Jahre einmalig 4.000,– € in den Haushalt eingebracht werden.
Für die Umsetzung daraus resultierender Maßnahmen beantragt die SPD-Fraktion weitere 10.000,– für deren Umsetzung.

10.1. Kommunale Präventionsketten

40 Kommunen arbeiten bereits an dem Auf- und Ausbau passgenauer Präventionsketten und stellen so die Weichen für gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Die Landeskoordinationsstätteberät und begleitet die Kommunen in ihrer Präventionsarbeit und macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit für alle Kommunen in NRW nutzbar.

Das aus diesen Erkenntnissen entstandene Handbuch für Kommunen unterstützt die Akteure vor Ort im Qualitätsmanagement ihrer Präventionsarbeit. So können vorhandene Kräfte und Maßnahmen in den Städten und Gemeinden gebündelt werden: Angebote der Bereiche Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe und Soziales werden miteinander verknüpft, um Kinder und Familien zu unterstützen – lückenlos von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben.

Der Kreis Unna ist Modellkommune, maßgebend für die Umsetzung in der Gemeinde Holzwickede ist das Kreisjugendamt in Zusammenarbeit mit der Fachabteilung der Holzwickeder Verwaltung. Hier steckt das Modell aber noch in den Kinderschuhen.

Wir begrüßen sehr, dass auch in Holzwickede ein Familienbüro errichtet werden soll. Um die Hemmschwelle möglichst niedrig zu halten, würde sich hier ein Ladenlokal an der Haupt-oder Nordstr. eignen. Das Familienbüro soll zunächst mit einer halben Stelle besetzt werden.

11. Neubau einer Kita in der Gemeindemitte

Nach einem Ratsbeschluss im Sommer dieses Jahres wird die neue Kita nun auf einem Baufeld in der nördlichen Fortführung des Emscherparks gebaut.
Wir haben diesen Antrag eingebracht, weil wir überzeugt davon sind, dass das nun gewählte Grundstück das bessere aus pädagogischer Sicht ist. In der naturnahen Umgebung kann ein adäquates Außengelände für die Kinder dieser neuen Einrichtung entstehen.
Draußen spielen zu können ist für Kinder eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Aufwachsen, hier wird die Fantasie angeregt, die weiten Bewegungsmöglichkeiten sind gut für Körper und Seele und das Immunsystem wird gestärkt. Kinder sollen aber neben den Bewegungsmöglichkeiten auch Natur erfahren können oder auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Diesen Gesichtspunkten wäre das Grundstück auf dem Platz von Louviers nicht gerecht geworden.

12. Instandhaltung der Gemeindestraßen, nebst Geh- und Radwegen

In diesem Jahr hat es eine Befahrung durch „Eagle Eye“ gegeben, um die Straßen, Geh- und Radwege zu begutachten. Eine Auswertung dieser Maßnahme wird im 1. Quartal 2019 erwartet.

Wir wissen, dass einige Straßen grundlegend saniert werden müssen.
Ferner sind im Haushalt für die Instandsetzung von Straßen nur 100.000,– € berücksichtigt.
Dies erscheint uns aufgrund des Zustandes einiger Straßen als zu gering, daher beantragen wir,  diesen  Ansatz auf 200.000,– € zu verdoppeln.
Gleichzeitig ist aber eine Rückstellung im Haushalt in Höhe von 817.500,– € vorhanden.

Somit muss mit Hochdruck im Jahr 2019 das Konzept der Sanierung der Straßen, Geh- und Radwege umgesetzt werden, um eine deutliche Verbesserung für unsere Gemeinde zu forcieren, da mit diesen finanziellen Möglichkeiten umfangreiche Arbeiten durchführbar sind.

Die aufgestockten Mittel im Haushalt in Höhe von 200.000,– € dienen der Instandsetzung der Straßen, hier wird eine Priorisierung nach den Wintermonaten erstellt.

13. Geh- und Radweg an der Rausinger Strasse

Alle Jahre wieder machen wir an dieser Stelle wir noch einmal unseren Antrag als Ergebnis der Haushaltsberatungen aus dem Jahr 2014 aufmerksam, diese Maßnahme wurde einstimmig beschlossen. Die Umsetzung ist bisher leider immer noch nicht erfolgt.

Mittlerweile gibt es erste Pläne für die Umgestaltung der Rausinger Str. in diesem Bereich.

Im Land steht zurzeit eine Entscheidung über die Abschaffung der Straßenbaubeiträge aus.
Den Antrag der SPD-Landesfraktion unterstützen wir vehement, es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass Anlieger an diesen Straßen zur Kasse gebeten werden sollen.
Verbesserungen für Fußgänger, Radfahrer und Autos und damit notwendige Maßnahmen sollten vom öffentlichen Interesse sein und dort auch finanziert werden.

Wir können uns damit abfinden, eine zeitnahe Entscheidung des Landes abzuwarten, sollte dies nicht passieren, gehen wir trotzdem von einer nun endgültigen Umsetzung im Jahr 2019 ein.
Die Entscheidung über die Art und Höhe der KAG Beiträge liegt dann bei der Kommune.

14. Parkplatz an der Sportanlage in Opherdicke

Durch unsere beiden Ortsvorsteher haben wir schon vor Jahren beantragt, dass der Parkplatz in einem desolaten Zustand ist und einer dringenden Überplanung bedarf.

Wir beantragen, den Parkplatz in wassergebunder Form auf den Fahrwegen herzustellen und die Parkbuchten mit Rasengittersteinen zu versehen, um keine weitere Versiegelung zu schaffen.
Für diese Maßnahme wollen wir 150.000,– € in den Haushalt einstellen.
Die Verwaltung wird beauftragt ein entsprechendes Konzept zu erstellen, damit diese Maßnahme in 2019 umgesetzt werden kann.

15. Austausch maroder Bänke in Opherdicke

Die, im Ortsteil Opherdicke,  aufgestellten Bänke sind zum Teil marode.
Die Verwaltung wird beauftragt, hier eine entsprechende Bestandsaufnahme zu erstellen, um einzelne Bänke auszutauschen.
Wir stellen zunächst 5.000,– € in den Haushalt ein.

16. Bau eines Sportforums in der Gemeindemitte

Wir begrüßen sehr, dass  die beiden Sportvereine HSC und TGH den Bau eines Sportforums in der Gemeindemitte planen. Dieses Projekt wird nachhaltig die Attraktivität des Sportangebotes in unserer Gemeinde steigern.
Wir fordern hier im Sinne des Projektes eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, Verwaltung und Politik ein.
Ziel muss es, dass dieses Projekt auch zeitnah zur Realität wird.

16. Alte Sporthalle am Schulzentrum

Ebenso machen wir auf eine kürzlich veröffentliche Landesförderung aufmerksam, die Landesregierung hat das Sportstättenförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ in Höhe von 300 Millionen Euro vorgestellt.
Dieses Förderprogramm ist auch für den Abriss von Sportstätten und deren Neubau  gedacht, In diesem Zuge könnte die alte Sporthalle am Schulzentrum, die mehr als in die Jahre gekommen ist durch eine neue Halle ersetzen.
Hier wird die Verwaltung gebeten, in Erfahrung zu bringen, in welcher Höhe die Gemeinde Holzwickede an diesen Fördermitteln partizipieren kann.

Da das Platzangebot in den vorhandenen Hallen nicht ausreichend für alle potentiellen Nutzer  ist, würden diese Maßnahmen entscheidend dazu beitragen, dass das Sportangebot noch intensiviert werden kann.

17. Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in der Gemeindemitte

Nachdem das neue Feuerwehrgerätehaus im Süden der Gemeinde im letzten Jahr eröffnet wurde und seinen Betrieb aufgenommen hat, steht nun die Erweiterung  des Feuerwehrgerätehauses in der Gemeindemitte auf der Agenda.

Wir begrüßen diese Umsetzung sehr, da sie mehr als notwendig ist, welches auch schon durch den  2. Brandschutzbedarfsplan festgestellt wurde.

Erste vorbereitende Maßnahmen sind abgeschlossen, so sind die maroden ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte bereits entfernt worden.

Wir freuen uns, dass nun für dieses Projekt 800.000,– € zur Verfügung stehen und eine Umsetzung nun im Jahr 2019 begonnen werden kann.

Uns allen ist sehr daran gelegen, dass unsere Feuerwehr optimal ausgestattet ist.

18. Umgang mit dem Ehrenamt

Wir wissen alle, dass alle ehrenamtliche Arbeit in unserer Gemeinde in einem erheblichen Maße dazu beiträgt, dass die Menschen sich in unserer Gemeinde wohl fühlen und wir uns zu Recht mit den Attributen liebes- und lebenswert schmücken können.

Wir haben im letzten Jahr schon angemerkt, dass wir ein sog. Ehrenamtskonzept für unsere Gemeinde brauchen, welches wir an dieser Stelle noch einmal wiederholen.

Zu einem sollte es einen Aspekt der Förderung haben, wie z.B. die Erlassung von zusätzlichen Gebühren, dies haben wir im Bereich der Schankerlaubnis erreicht, ein weiterer Antrag unsererseits, die Ehrenamtlichkeit nicht mit der notwendigen Errichtung von Straßensperren bei Festen zu belasten, ist ebenso positiv entschieden worden.

Ein weiterer Aspekt ist der, der Wahrnehmung des Ehrenamtes. Wir können uns vorstellen, dass die Homepage der Gemeinde um das Thema der Ehrenamtlichkeit erweitert wird. Jede Organisation, die ehrenamtliche Arbeit leistet, sollte die Gelegenheit haben, sich auf einer „Seite“ im Internet vorzustellen. Damit wird jedem das breite Feld des ehrenamtlichen Engagements in unserer Gemeinde transparent gemacht.

Ein dritter Aspekt ist die Würdigung des Ehrenamtes durch die Gemeinde Holzwickede. Hier könnten wir uns vorstellen, dass wir im zweijährigen Rhythmus einen Ehrenamtstag durchführen, der auch alle Altersgruppen derer, die sich ehrenamtlich engagieren erreicht.

19. Bolzplätze

Unsere Bolzplätze sind zum Teil in keinem guten Zustand, wir weisen darauf hin, diese nach der Winterperiode alle zu begutachten und entsprechend wieder herzurichten.
Sollte sich hier eine größere Maßnahme ergeben, hat der Fachausschuss darüber zu beraten.

20.Änderung des Flächennutzungsplanes Neue Caroline

Der Flächennutzungsplan weist das Wohngebiet „Neue Caroline“ immer noch als Gewerbegebiet aus. Dies sollte umgehend in ein Wohngebiet geändert werden.
Dies hätte den Vorteil, dass die Rausinger Str. zur Wohnsammelstraße umgewidmet werden könnte, es wäre wiederum ein erster Schritt, dem oft beklagten Schwerlastverkehr zu begegnen.

Ziel muss es nach wie vor sein, den Schwerlastverkehr der über die Nordstr. in die Rausinger Str. fließt über die Westtangente zu führen.
Diese Maßnahme wird immer dringender auch  vor dem Hintergrund der Errichtung eines Wohnhauses auf dem ehemaligen „Herkenrath-Grundstück, welches mit 13 Wohneinheiten in diesem Sommer bezogen wurde, bei nur ebenfalls 13 vorhandenen Stellplätzen auf dem Grundstück dieses Hauses.

21. Stellenplan

Den von der Verwaltung vorgeschlagenen Änderungen im Stellenplan werden durch unsere Fraktion vorbehaltlos unterstützt.
Der Stellenplan weist im Ergebnis 2,981 Stellen mehr aus, die sich wie folgt verteilen:
Raumpflege 0,723, Telefonzentrale 0,5, Gemeindearchiv 0,2, Schulsekretariat 0,2, Steueramt 0,4, Hochbau 0,44 und Straßenwärterdienst 1 Stelle.

22. Fazit

Unsere Gemeinde steht, wie auch in den Vorjahren, vor großen Veränderungen. Eine lang gehegte Idee, die Erweiterung des Rathauses, kann nun endlich umgesetzt werden. Das wird ein Meilenstein für uns alle sein und das Gesicht unserer Gemeinde nachhaltig verändern.

Unsere „Wohnansiedlungspolitik“ der letzten Jahre hat sich als der richtige Weg erwiesen. Wir konnten auf Schulschließungen verzichten und unsere Einwohnerzahl stabil halten.
Nun steht das nächste Projekt des Wohnparks Emscherquelle vor der Umsetzung, auch dieses Wohngebiet wird unsere Gemeinde bereichern und die Infrastruktur von Holzwickede sichern. Wir bieten hier attraktiven Wohnraum für unterschiedliche Altersgruppen.
In Kürze wird dieses Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt, von dem wir natürlich hoffen, dass auch einige Berufseinpendler von der Wohnqualität überzeugt werden.

Unsere Schullandschaft wird sich nun auch positiv verändern, gerade im Bereich der OGS, die sich zahlenmäßig in einem Ausmaß verändert hat, welches bei der Gründung vor 13 Jahren nicht absehbar war. Eine überaus erfreuliche Entwicklung.
Das Thema Digitalisierung an unseren Schulen und die Medienausstattung muss ein weiterer Schwerpunkt im nächsten Jahr werden.

Mit dem Beschluss im Fachausschuss, kinderfreundliche Kommune zu werden, müssen in 2019 Taten folgen, die entsprechenden Mittel haben wir im Haushaltsplan beantragt.

Die Kita im Emscherpark muss nach dem Ratsbeschluss am 13. Dezember 18 zügig gebaut werden, damit die Kinder das Provisorium an der Rausinger Str. so schnell wie möglich verlassen können.