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Uwe Schröder und Volker Schütte bei der Ortsbesichtigung am „Schwarzer Weg“ in Hengsen (v.l.)

Ein wirksames Mittel gegen den Eichenprozessionsspinner?

Corona und die Wettersituation haben nicht nur in Holzwickede dafür gesorgt, dass man sie in diesem Jahr nicht so wirklich auf dem Schirm gehabt hat – die Eichenprozessionsspinner (EPS). 

Aber die Raupen mit den gefährlichen Brennharen, die bei Berührung zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen können, sind noch da!Aufmerksame Bürgerinnen und Bürger haben in Holzwickede erneut eine Vielzahl von Raupen sowie deren Nestgespinnste in den Eichen entdeckt und die Standorte der Gemeinde gemeldet – auch Uwe Schröder aus Hengsen. 

Der 61-Jährige, der einen geübten Blick für die Natur hat, ist – wie viele andere Spaziergänger auch – mit seinem Hund fast täglich im Bereich „Schwarzer Weg“ unterwegs. 

Uwe Schröder: „Hier, wo die Eichen in Reih und Glied stehen, hat sich in den letzten drei Jahren gewissermaßen ein „Hotspot“ der Eichenprozessionsspinner entwickelt.“ Auch das Aufhängen von Nistkästen für Meisen – den Fressfeinden der Giftraupen – hat die Gefahr noch nicht beseitigen können. „Bislang wurden die Kästen von den Vögeln nicht angenommen, im Gegenteil, sie sind teilweise sogar von den Nestern umspannt“, so Schröder.

Bedrohliches Nestgespinnst unterhalb des rechten Astes: Eine der befallenen Eichen am „Schwarzer Weg“ in Hengsen

Uwe Schröder dokumentierte die Situation, machte einen interessanten Verbesserungsvorschlag und nahm Ortsvorsteher Volker Schütte (62) mit ins Boot. 

Der wiederum informierte Holzwickedes Umweltbeauftragte – auch davon, dass möglicherweise Schafwolle das Problem „Eichenprozessionsspinner“ lösen kann. 

Durch eine Berichterstattung des WDR war Uwe Schröder auf diese Möglichkeit der Schädlingsbekämpfung aufmerksam geworden. 

Danach hat ein Schäfer aus dem Münsterland herausgefunden, dass Schafwoll-Bänder, die um eine Eiche gebunden werden, für den EPS beim Verlassen des Baumes ein unüberwindbares Hindernis darstellen – vermutlich durch das in der Wolle enthaltene Fett.  Über einen kleinen, in das Band eingearbeiteten Holzsteg, sollen die Raupen anschließend in einen Stoffsack fallen und keinen weiteren Schaden mehr anrichten können.

Mittlerweile hat sich daraus eine patentierte Geschäftsidee entwickelt. Auch einige Kommunen setzen die Schafwolle im umweltschonenden Kampf gegen die gefährlichen Raupen mit dem langen Namen bereits ein. 

Hengsens Ortsvorsteher freut sich, dass die Verwaltung bereits Kontakt zu einer dieser Kommunen aufgenommen hat, um Erfahrungswerte abzufragen. „Sollten die Schafwoll-Bänder eine wirksame und kostengünstige Option sein, könnten wir den Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner vielleicht gewinnen – in Holzwickede und auch am `Schwarzer Weg´ in Hengsen“, so Volker Schütte. 

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